Spiraldynamik


Die richtige Aufrichtung des Körpers

Von Schweizer Medizinern und Physiotherapeuten entwickelt, ist die Spiraldynamik ein Bewegungs- und Therapiekonzept, welches als Therapieergänzung immer po­pulärer wird. Umschreiben lässt es sich als „Gebrauchsanweisung für den menschli­chen Körper“, mit dem Ziel, ein Bewusstsein für anatomisch richtiges Bewegungs­verhalten zu schaffen. Die Spiraldynamik geht davon aus, dass der menschliche Bewegungsapparat dem Prinzip der Spirale folgt, welche in der Natur allgegenwärtig ist.
Die Muskelspirale
Zwei Pole die Spirale führen, es lohnt sich, sie im Körper aufzuspüren. Als Pole weit bekannt sind u.a. Kopf und Becken aber auch Schulter und Hand. Zwischen ihnen erfüllt die Muskelspirale ihre Pflichten und versucht physiologisch und effizient die Gelenke zu richten. Dann fühlst Du, sie kann sich recken und strecken und damit die Welt entdecken. Sie kann sich mit Leichtigkeit stabilisieren um den Halt nicht zu verlieren. Sie kann sich auch zusammenziehen um plötzlichen Gefahren zu entfliehen. Täglich möchte sie Deine Pflege und Aufmerksamkeit, dann bleibst Du lange gesund und zu Höchstleistungen bereit.

Gabriele Mühlbauer
Anwendungsbeispiel des Schultergelenkes:
Die Spiraldynamik ist bei vielen Körperteilen einsetzbar.
1.

Koordination des Schultergelenkes



Das Schultergelenk ist ein dreidimensionales Kugelgelenk. Hierbei spielt die Zentrierung des Oberarmkopfes in der Gelenkpfanne eine entscheidende Rolle. Steht der Gelenkkopf nicht richtig in seiner Pfanne, sind Verletzungen, Muskel-Dysbalancen und chronische Fehlbelastungen vorprogrammiert und Kraftübertragung wird ineffizient. Eine häufig auftretende Fehlstellung, ein im Gelenk nach venral dezentrierter Oberarmkopf, kann mit der Zeit chronische Beschwerden auslösen und die Beweglichkeit des Armes einschränken. Eine koordinierte Bewegung des Schulterblattes nach hinten-unten-außen und die damit verbundene Zentrierung des Oberarmkopfes ist nicht mehr möglich. Bei jeder Bewegung des Armes, in die Anteversion, stößt der Oberarmkopf im vorderen Bereich der knöchernen Gelenkpfanne an. Was die Kapsel im dorsalen Bereich weiter schrumpfen und im ventralen Bereich überdehnt. Eine richtig koordinierte Schulter ist jedoch wichtig, weil jede Armbewegung über die Schulter geführt wird.
Schulter vorn - oben - innen (Fehlstellung)

Schulter vorn - oben - innen (Fehlstellung)

2.

Koordination des Schultergelenkes in Verbindung mit dem Rumpf


Betrachten wir die Koordination des Schultergelenkes in Verbindung mit dem Rumpf, so spielt hier die Aufrichtung der Wirbelsäule eine entscheidende Rolle. Ist die Aufrichtung in der BWS nicht gewährleistet, d.h. verstärkte Kyphose der BWS, verkürzt sich der m. pectoralis in seinen Anteilen und zieht den Oberarmkopf aus der Zentrierung des Schultergelenkes hinaus. Zugleich ist die Rotation der Wirbelsäule nach dorsal und ventral eingeschränkt. Je besser die Brustwirbelsäule aufgerichtet ist (auch in der Rotation- dreidimensional), desto besser ist die Dehnungsfähigkeit des Brustmuskels, die Zentrierung des Oberarmkopfes und die Ansteuerung der Bewegung des Armes.

Besonders gute Erfolge bei der Spiraldynamik werden erzielt, wenn Sie bei ConVersio mit der Biomechanischen Muskelstimulation kombiniert wird.
Schulter unten - unten - außen (Richtige Haltung)

Schulter unten - unten - außen (Richtige Haltung)